GESCHICHTE

Am Fuße des Neubaugebietes „Im Käulchen“ steht die Viezkelterstation. An dieser Stelle war früher die Dunggrube des Kesselstatt´schen Hofgutes. Sie war mit einer Sandsteinmauer eingefasst und mit einem Schieferdach, das auf Holzstützen stand, überdacht. Nachdem die Stadt Trier zunächst das Käulchengelände erworben hatte, kam es 1979 durch Kauf in Besitz der Gemeinde Föhren. Inzwischen wurde das Käulchen als Neubaugebiet erschlossen und ist fast vollständig bebaut.

Von der ehemaligen Dunggrube blieb nach Abriss der Überdachung nur die Grube mit der Umfassungsmauer übrig. Um diese Stelle sinnvoll zu nutzen, beschloss der Gemeinderat Föhren, in Anlehnung an die frühere Überdachungsart, eine überdachte Viezkelterstation zu errichten. Mit der Planung wurde der Föhrener Architekt Karl Weyer beauftragt. Im Herbst 1993 errichtete die Zimmerei Meyer aus Waldrach die Balkenkonstruktion mit Dach. Im Laufe des Jahres 1994 wurde die Kelterstation fertig gestellt. Nachdem die Kelter aus dem ehemaligen Gasthaus Orth-Elsen („Weewisch Leo“) aufgestellt und eine alte Obstmühle mit Handantrieb beschafft war, konnte das Keltern beginnen.

Am 09.10.1994 trafen sich die Wanderer der 12. Meulenwaldwanderung Föhren zum Abschluss der Wanderung nicht wie gewohnt im Gemeinderaum unter der Schule, sondern an der Viezkelterstation beim Käulchen. Hier stellte Ortsbürgermeister Jürgen Reinehr die neue Viezkelterstation vor und nahm sie offiziell in Betrieb. Als Gast dabei war Bürgermeister Holkenbrink der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, zugleich auch Vorsitzender des Meulenwaldvereins.

Dankenswerterweise hat Uli Urbanek aus Föhren von Anfang an die Wartung und Betreuung der Kelterstation übernommen. Seit Herbst 2009 hat Bernd Valerius die Aufgabe übernommen und steht denen, die Keltern wollen, mit Rat und Tat zur Seite.

Text von Peter Feltes